Fragen an den CEO – 3

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Was für ein Unternehmen ist MetrioPharm?

Dr. Wolfgang Brysch

Dr. Wolfgang Brysch

Wir haben diesen Sommer on the Road verbracht. Während das wissenschaftliche Team den Fortgang unserer klinischen Phase-II-Studie betreute, haben unsere Mitarbeiter von Business Development und Investor Relations die MetrioPharm AG vielen unterschiedlichen Menschen vorgestellt: Potentiellen Entwicklungspartnern, Medizinwissenschaftlern, Finanzanalysten, Gesundheitsexperten und Investoren.

Unsere Gesprächspartner kamen also aus sehr unterschiedlichen Bereichen und sie hatten jeweils sehr konkrete und spezialisierte Fragen an uns. Aber einer Frage sind wir bei allen diesen Terminen begegnet – ohne, dass sie uns direkt gestellt wurde. Diese Frage lautet: »Was für ein Unternehmen ist MetrioPharm?«

Noch vor unserem ersten Treffen hatten sich unsere Gegenüber dazu eine Meinung gebildet, hatten entschieden, wie sie uns einordnen sollen. In welche Schublade MetrioPharm gehört. Sie kommen dabei zu zwei verschiedenen Antworten. Manchmal werden wir als Pharmafirma angesprochen, manchmal als Biotech-Unternehmen.

Das sind allerdings zwei unterschiedliche Konzepte, zwei verschiedene Schubladen. Was also ist MetrioPharm? Sind wir ein Biotech-Unternehmen, vielleicht sogar – das hören wir öfter – ein Biotech-Start-Up?

Unsere Kernaufgabe ist die Entwicklung und Zulassung von MP1032 und dabei handelt es sich nicht um ein biotechnologisches, sondern um ein chemisches Produkt. Wir arbeiten nicht mit Mikroorganismen oder Enzymen und wir entwickeln auch keinen gentechnischen Prozess. Biotechnologie – im eigentlichen Wortsinn – betreibt MetrioPharm also nicht. Wie kommen wir dann in diese Schublade?

Wir entwickeln MP1032 schnell und sehr kostengünstig, mit einem kleinen, flexiblen Kernteam, wir suchen uns hochspezialisierte externe Partner für jeden Arbeitsschritt. So haben wir den Weg zur klinischen Prüfung in Rekordzeit geschafft.

Wir haben uns bewusst für eine Arbeitsweise entschieden, die man mit Start-Ups assoziiert, oder – im Forschungsbereich – mit der Biotechnologie. Besonders in der frühen Phase unserer Entwicklung haben wir gemerkt: Das Label Biotech hilft unseren Gesprächspartnern unsere Arbeitsweise einzuordnen. Es hilft ihnen zu verstehen, wie wir aus eigener Kraft bis in die klinische Phase II kommen wollen.

Wir haben also einen Mittelweg gewählt. Unsere Arbeitsweise erinnert an die agile, anpassungsfähige Biotechnologie, das Ziel unserer Arbeit liegt in der klassischen Pharmawelt.

Denn die Moleküle unserer MP1000-Plattform sind niedermolekulare Wirkstoffe, die als ROS-Scavenger auf die Reduktion von oxidativem Stress in Immunzellen abzielen (siehe: www.MetrioPharm.com). Das Produkt, das wir entwickeln ist ein pharmazeutisches Produkt. Wir halten ausserdem pharmazeutische Patente und arbeiten an einer pharmazeutischen Zulassung.

Und auch unsere Strategie für die nahe Zukunft weist in diese Richtung: wir streben Kooperationen mit grossen pharmazeutischen Unternehmen an. Wir arbeiten dabei bis heute schnell, effizient und flexibel. Dabei ist die MetrioPharm aber immer ein Entwicklungsunternehmen, dass das -Pharm nicht von ungefähr im Namen trägt.

One Response to “Fragen an den CEO – 3

  1. Hirschochs

    als Arzt, der seit vielen Jahren Menschen mit Entzündung und Degeneration begleitet und betreut, muss ich mich wieder mal äussern:
    Ich hoffe, dass die „big player“ endlich das riesige Potential erkennen, welches in dem hier vorgestellten Wirkprinzip steckt, haben wir in der Medizin als primär empirische Wissenschaft schon immer sehr viele Türen mit kunstvollen Schlössern vor uns, aber selten den Schlüssel dazu. Dies ist hier endlich anders. Für mich ist die Wirkung auf zahllose Patienten und Diagnosen gar nicht hoch genug einzustufen, haben wir doch in den letzten Jahren gelernt, dass Entzündung bei immer mehr biologischen Vorgängen eine Rolle spielt.
    Umsomehr bewundere ich die offensichtliche ruhig-sachliche und focussierte Herangehensweise der Firmenleitung, die ich seit Jahren mitverfolge.
    Es wäre wunderbar (für Millionen von Patienten und zahllose Erkrankungen), wenn wir mit starken Kooperationen den Metriopharm-Schlüssel endlich in die entsprechenden Schlösser stecken und herumdrehen könnten.!

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