„Den COVID Teufelskreis frühzeitig durchbrechen“

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Sechs Fragen und Antworten von MetrioPharm CEO Dr. Wolfgang Brysch zum Wirkstoff MP1032 bei COVID-19

Dr. Wolfgang Brysch
MetrioPharm CEO Dr. Wolfgang Brysch

Entwickelt MetrioPharm einen Wirkstoff zur Behandlung von COVID-19?

Dr. Wolfgang Brysch: Wir entwickeln unsere Leitsubstanz MP1032 zur Behandlung chronischer Entzündungskrankheiten, das Molekül zielt dabei auf oxidativen Stress ab. Dieser oxidative Stress spielt auch bei COVID-19 Erkrankungen eine zentrale Rolle. Es spricht also sehr viel dafür, dass MP1032 einen wichtigen Beitrag zur Behandlung von COVID-19 leisten kann.

Wie soll das Molekül MP1032 bei COVID-19 Patienten wirken?

Dr. Wolfgang Brysch: Bei einer Infektion mit dem Coronavirus wird das Immunsystem des Körpers überaktiviert. Dies führt zu oxidativem Stress in den Immunzellen, die Folge ist eine starke Entzündungsreaktion. Diese Entzündung verstärkt ihrerseits den oxidativen Stress. So kann ein Teufelskreis entstehen, die Symptome werden immer stärker und können letztendlich zu Zellschäden, zu Atemnot und sogar zum Tod führen. Das Molekül MP1032 zielt auf die Reduktion der reaktiven Sauerstoffspezies, der ROS, ab. Sie sind der Auslöser für den oxidativen Stress. Das Ziel der Behandlung ist es, den Teufelskreis frühzeitig zu durchbrechen und das Immunsystem zu stabilisieren.

Hätte eine Behandlung auch einen Effekt auf das Virus selbst?

Dr. Wolfgang Brysch: Ja, das ist eine ganz aktuelle Erkenntnis: Wir haben Zellen mit SARS-CoV-2 Viren, umgangssprachlich Coronaviren, infiziert und anschließend mit MP1032 behandelt. Dabei sahen wir eine dosisabhängige und statistisch signifikante Reduktion der SARS-CoV-2-Replikation. Unser Molekül könnte also auch die Viruslast der Patienten mindern und so zusätzlich das Krankheitsgeschehen bremsen.

Für welche Patienten wäre MP1032 geeignet?

Dr. Wolfgang Brysch: Wir gehen davon aus, dass MP1032 für sehr viele Patienten geeignet ist. Wir haben unser Molekül klinisch bereits in Psoriasis, einer chronischen Autoimmunerkrankung, getestet. Dabei hat es immer wieder ein ganz außergewöhnlich gutes Sicherheitsprofil gezeigt. Konkret heißt das: Wir haben über hundert Patienten mit verschiedenen Dosierungen von MP1032 behandelt und dabei bisher keine schweren Nebenwirkungen des Medikaments festgestellt. Wir gehen aktuell davon aus, dass gerade auch die Behandlung von Risikopatienten möglich ist. Das Ziel wäre dabei die Patienten schnell zu stabilisieren, Krankenhauseinweisungen und intensivmedizinische Behandlungen abzuwenden und die Gesundheitssysteme zu entlasten.

Gibt es andere Medikamente, die solche Eigenschaften vereinbaren

Dr. Wolfgang Brysch: Andere Wirkstoffe, die die Krankheit bekämpfen und gleichzeitig die Viruslast verringern, sind momentan nicht verfügbar. Es ist auch keine Zulassung eines anderen Wirkstoffes mit diesen beiden Eigenschaften absehbar.

Wie geht es nun konkret bei MetrioPharm weiter?

Dr. Wolfgang Brysch: Sichere und wirksame Therapien werden dringend benötigt, um das Pandemiegeschehen einzudämmen und die Gesundheitssysteme zu entlasten. So ließe sich mittelfristig auch eine Rückkehr zur Normalität ermöglichen. Wir sind uns dessen sehr bewusst und wollen die klinische Entwicklung von MP1032 zügig vorantreiben. Wir haben starke präklinische Daten und außerdem gute Erfahrungen mit MP1032 bei der Behandlung von Patienten gemacht. Das sind gute Voraussetzungen für eine erfolgversprechende Entwicklung.

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