Premiere in Lissabon

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MetrioPharm stellt neueste Ergebnisse zum Wirkmechanismus von MP1032 auf wissenschaftlicher Tagung vor

Das 19. Meeting der Society for Free Radical Research International 2018 in Lissabon

Was ist der wichtigste Schritt bei der Entwicklung eines neuen Medikaments? Der erfolgreiche Abschluss der präklinischen Versuche, die erste klinische Studie am Menschen oder der Wirksamkeitsbeleg bei Patienten? Alle diese Schritte sind Vorrausetzung für eine Zulassung; sie zeigen, dass das Medikament wirkt. Um das Potential und mögliche Risiken abschätzen zu können, ist es ausserdem entscheidend genau zu wissen, wie das Medikament wirkt: die Beschreibung des Mode of Action (MoA), also des Wirkmechanismus.

Auf den Wirkmechanismus gehen die therapeutischen Effekte zurück, die der Wirkstoff auf ein Krankheitsgeschehen hat. An falscher Stelle jedoch, zum Beispiel an nicht betroffenen Organen, kann der gleiche Wirkmechanismus auch unerwünschte (Neben-)Wirkungen auslösen. Je genauer der MoA verstanden wird, desto besser kann man Chancen und Risiken vorhersagen.

Im Fall von MetrioPharm ist dieses Verständnis der Chancen und Risiken besonders wichtig. Die Targeted Therapy, die zielgerichtete Wirkweise der Leitsubstanz MP1032, ermöglicht eine Behandlung von chronischen Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen ohne unerwünschte Nebenwirkungen an unbetroffenen Organen (so genannte Off-target Effects). Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen anti-entzündlichen Therapeutika, die meist das gesamte, körpereigene Immunsystem unterdrücken und damit zu starken Nebenwirkungen führen können.

Für Patienten bedeutet dies einen enormen Gewinn an Sicherheit und Verträglichkeit. Für Wissenschaftler und Mediziner stellt sich die Frage: Wie entfaltet MP1032 so eine zielgerichtete therapeutische Wirkung? Als Entwickler muss MetrioPharm in der Lage sein, diesen Durchbruch plausibel zu erklären.

Vor diesem Hintergrund war das 19. Meeting der Society for Free Radical Research International ideal für MetrioPharms erste wissenschaftliche Präsentation des MoA. Denn MP1032 wirkt als ROS-Scavenger gezielt nur auf die übersteigerte Produktion reaktiver Sauerstoffspezies im Organismus. Diese Reactive Oxygen Species (ROS) sind allgemein auch als Freie Radikale bekannt.

Dr. Sara Schumann stellte MP1032 in Lissabon vor: »Wir haben sehr positives Feedback bekommen. Unser Fokus lag – passend zum Schwerpunkt der Konferenz – auf den präklinischen Ergebnissen. Aber die Tatsache, dass MetrioPharm bereits klinische Daten vorzeigen kann, steigert die Anerkennung unserer Ergebnisse eindeutig.«

MetrioPharms Daten in einer Posterpräsentation
Photo: © S. Schumann, 2018

MetrioPharms CEO Dr. Wolfgang Brysch freut sich über das Timing dieser Entwicklung: »Unsere neuen Erkenntnisse zum MoA von MP1032 kommen zu einem sehr günstigen Zeitpunkt. Die Bedeutung von ROS und oxidativem Stress bei chronischen Alterserkrankungen – bis hin zur Entstehung von Alzheimer – rückt immer mehr in den Fokus der Fachwelt. Weltweit steigt das Interesse an den Gesundheitsrisiken durch ROS. Ein grosses Forschungsprojekt der EU ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es einen enormen Bedarf für neue, ROS regulierende Medikamente gibt. Der MoA von MP1032 entspricht dem Wirkprofil, das von den Forschern als ideal angesehen wird. (EU-ROS: The European Network on Oxidative Stress and Redox Biology Research). Hier ergeben sich für MetrioPharm sehr gute Möglichkeiten.«

Und was kommt als nächstes? Dr. Sara Schumann über MetrioPharms Pläne: »Mit unseren aktuellen Daten können wir den MoA von MP1032 aufzeigen. Unsere Präsentation in Lissabon war ein wichtiger erster Schritt, um diese Ergebnisse öffentlich zu machen. Dies wollen wir ausbauen und bereiten daher aktuell die Publikation in einer wissenschaftlichen Zeitschrift vor.«

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